Ransomware (Erpressungstrojaner) verschlüsselt Dateien auf Ihrem Computer und oft auch auf angeschlossenen Laufwerken und Netzwerkfreigaben. Anschliessend wird ein Lösegeld, meist in Kryptowährung, gefordert.
Sofortmassnahmen
Gerät isolieren
Netzwerkkabel ziehen und WLAN deaktivieren. Externe Festplatten und USB-Sticks sofort abstecken.
Gerät nicht ausschalten
Lassen Sie das Gerät nach Möglichkeit eingeschaltet, aber offline. Für eine forensische Analyse können Informationen im Arbeitsspeicher wichtig sein. Ziehen Sie eine Fachperson bei.
Erpressernachricht dokumentieren
Fotografieren Sie die Lösegeldforderung mit dem Handy. Name der Ransomware, Kontaktadresse und Dateiendungen helfen bei der Identifikation.
Melden und anzeigen
Vorfall dem BACS melden und Anzeige bei der Kantonspolizei erstatten. Unternehmen sollten zudem prüfen, ob Meldepflichten bestehen.
Nach Entschlüsselungs-Tools suchen
Für manche Ransomware-Familien gibt es kostenlose Entschlüsselungs-Tools, etwa über das Projekt No More Ransom.
Aus Backup wiederherstellen
System komplett neu aufsetzen und Daten aus einem sauberen, offline gelagerten Backup zurückspielen.
Soll ich das Lösegeld bezahlen?
Behörden raten grundsätzlich davon ab. Es gibt keine Garantie, dass Sie einen funktionierenden Schlüssel erhalten, und Sie finanzieren damit weitere Angriffe. Zudem werden zahlende Opfer häufiger erneut angegriffen.
Vorbeugen ist alles
Gegen Ransomware hilft vor allem eines: regelmässige Offline-Backups. Dazu kommen aktuelle Software und Vorsicht bei E-Mail-Anhängen. Alle Tipps finden Sie auf der Seite Schutz-Tipps.